Betriebswerkstätte der Salzburger Lokalbahn, Pabing – 4.Platz
Das Projekt bündelt alle Funktionsbereiche in einem kompakten, klar strukturierten Baukörper. Unterschiedliche Spannweiten formen eine höhenversetzte, intensiv begrünte Dachlandschaft, die sich zur Eichenallee hin staffelt und sensibel in den Landschaftsraum überleitet. Holz als durchgängiges Konstruktions- und Fassadenmaterial stärkt die ökologische Ausrichtung und den Bezug zur Umgebung.
Städtebaulich bildet das Gebäude einen qualitätsvollen südlichen Abschluss des Gewerbeareals. Bestehende naturräumliche Strukturen werden erhalten, ergänzt und durch naturnah gestaltete Freiräume sowie klare Verkehrsorganisation gestärkt.
Die Tragstruktur besteht aus Brettschichtholzbindern mit Brettsperrholz-Dachscheibe, Holzstützen im wirtschaftlichen Raster sowie einer monolithischen Betonbodenplatte. Der hohe Vorfertigungsgrad ermöglicht kurze Bauzeiten. Die Anlage ist modular erweiterbar, ohne wesentliche Eingriffe in den Bestand.
Funktional gewährleistet die parallele Anordnung der Werkstattstände maximale Flexibilität und effiziente Arbeitsabläufe. Werkstätten, Lager, Logistik und Bürobereiche sind logisch verknüpft und bieten direkte Sicht- und Wegebeziehungen. Außenflächen sind klar getrennt organisiert und ermöglichen flexible Abstell- und Manipulationsmöglichkeiten.
Das Energiekonzept basiert auf einer simulationsgestützten Planung. Wärmepumpen mit Tiefensonden, Bauteilaktivierung, reduzierte Raumtemperaturen, Lüftung mit Wärmerückgewinnung sowie passive Kühlung sichern einen klimaneutralen Betrieb. Photovoltaik ist in die Dachlandschaft integriert. Dach- und Fassadenbegrünungen verbessern Mikroklima und Regenwasserrückhalt.
Im Spannungsfeld zwischen Gewerbezone und Natura-2000-Gebiet steht ein sensibler Umgang mit Landschaft und Ökologie im Mittelpunkt. Heckenstrukturen und gestaltete Gleisbereiche sichern den Biotopverbund. Oberflächenwässer werden lokal versickert und über Retentionsmulden geführt.
Das Projekt verbindet funktionale Effizienz, konstruktive Klarheit und ökologische Verantwortung zu einem zukunftsfähigen Betriebsstandort.
März 2025
EU-weiter, nicht offener Realisierungswettbewerb
14 Teilnehmer
in Zusammenarbeit mit Arch. DI Udo Heinrich, WLA – Winkler Landschaftsarchitektur und Fahrkraft Industrieplanungs- und Beratungs- GmbH / Technisches Büro K.N.O.L.L. Gmbh