Lageplan mit Orientierungspunkten

DomQuartier 20.26: Umbau Besucherzentrum sowie Römermuseum mit Domgrabungsmuseum des Salzburg Museums

FARBE, MATERIAL
Grauer Naturstein und heller Sichtbeton fügen sich harmonisch in den von Konglomerat geprägten Bestand ein. Möblierungen sind in weißem Werkstoff gehalten. Farbakzente in venezianischem Rot, Altrosa und Karmin greifen die Rottöne von Untersberger- und Adnetermarmor auf. Materialien und Farbtöne werden bewusst in Bezug zum historischen Kontext neu kombiniert.

SIGNALETIK
Das Signaletikkonzept unterstützt Besucher gezielt bei Orientierung und Information – klar, hierarchisch und ohne Überforderung. Hauptinformationen verweisen auf DomQuartier, Besucherzentrum und Ausstellungsräume. Textliche Hinweise werden durch einen Lageplan ergänzt, der analog und digital eingesetzt wird. 3D-Module im Außenraum übertragen das Corporate Design ins Stadtbild, schaffen Wiedererkennung und Fernwirkung. Sie dienen als Orientierung, Sitzmöbel und Informationsträger und können temporär grafisch bespielt werden.

INNENHOF
Sitzmöbel und saisonale Cafébars beleben den Innenhof und schaffen Aufenthaltsqualität. Eine raumgreifende Lichtinstallation im Teufelsgang erzeugt Aufmerksamkeit und steigert die Fernwirkung.

BESUCHERZENTRUM
Zentrales Element ist ein interaktives 3D-Modell des DomQuartiers mit hinterleuchtbaren Baukörpern und AR-Erweiterung. Digitale und analoge Touchpoints informieren über Rundgänge, ermöglichen individuelle Zusammenstellungen und Ticketkauf. Persönliche Beratung bleibt zentral. Ein Loungebereich mit Ladestationen sowie ein Shop mit Fachliteratur und Souvenirs ergänzen das Angebot.

ERSCHLIESSUNG
Neue bauliche Eingriffe sind klar ablesbar und respektieren den Bestand. Treppe und Lift inszenieren den Eintritt und schaffen Großzügigkeit. Blickbeziehungen ins Kellergeschoss und zum Römermuseum bereichern das Raumerlebnis.

RAUM
Die Öffnung des Hauptraums macht die Deckenskulptur wieder erlebbar. Möblierungen sind zurückhaltend und flexibel. Radiale Elemente nehmen Bezug auf den Bestand. Drei Zugänge sichern gute Besucherführung und klare Sichtbeziehungen.

SHOP
Der Shop im Kaisersaal erinnert mit modularen, kubischen Elementen an historische Bankette. Flexible Module mit Vitrinen und Auszügen sowie gezielte Beleuchtung inszenieren die Produkte. Integrierte Sitzmöglichkeiten laden zum Verweilen ein.

DOMGRABUNG
Filigrane Steg- und Plattformkonstruktionen aus Stahl positionieren sich bewusst zurückhaltend gegenüber den historischen Artefakten. Eine freitragende Besucherplattform informiert über Kontext und Grabung. Barrierefreie Wege und blendfreie Beleuchtung sorgen für Orientierung und Atmosphäre.

NOTAUSGANG
Der Notausgang unter den Dombögen bleibt im Stadtraum unsichtbar. Eine hydraulisch öffnende, mit Naturstein belegte Abdeckung mit Metallintarsien integriert ihn unauffällig in das Umfeld.


November 2024
EU-weiter offener zweistufiger Realisierungswettbewerb im Oberschwellenbereich

in Zusammenarbeit mit büro münzing aus Stuttgart

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