Salzachsteg Süd, Salzburg
Aus dem Auwald der Josefiau wächst links der Salzach als Landmark ein mehrfach geknickter Pylon als Hohlkörper aus Stahlblech mit Rückspannsehne, von dessen Fußpunkt aus ein im Querschnitt dreieckiger Hohlkastenträger ausgeht, dessen Höhe von links nach rechts der Salzach abnimmt und so das Brückentragwerk bildet. Vom 32,00 m hohen Pylon, der sich bis über die Baumwipfel streckt, gehen in regelmäßigen Abständen Schrägseile aus, welche mit 30° Neigung an der südseitigen Kante des etwa 100,00 m langen Hohlkastens andocken, die Last des Steges aufnehmen und über den Pylon und die Rückhaltesehne in den Unterbau des Pylones ableiten.
Zudem wird der Steg ausgehend vom Baulandstreifen in der Josefiau so situiert, dass er der direkten Einmündungszone der Uferstraße in den Ignaz-Rieder-Kai lagemäßig ausweicht. So kann im Dreieck der Straßen- und Treppelwegführung eine Rast- und Begegnungszone entstehen, die auch eine Entschleunigung der einander kreuzenden Radwegführungen bewirkt. Diese Entschleunigung wird am linken Flussufer alleine schon durch die gegenüber dem Treppelweg angehobene Widerlagersituierung mit den daraus resultierenden Rampen erzeugt.
Im Dreieck unterhalb der Fahrbahnebene sind die Beleuchtungselemente, welche auch in den Aufhängepunkten der Schrägseile vorgesehen sind, fortgesetzt und als Strahler punktförmig ausgebildet. So das Stegtragwerk durch Ausleuchtung der flussaufwärts liegenden Tragwerksunterseite inszenierend, bilden die Beleuchtungselemente auch durch Erzeugung eines sich im Fluss spiegelnden Abbildes ein Landmark bei Nacht.
Juni 2009
Wettbewerb
ARGE mit Haumann + Fuchs Ingenieure AG