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Der historische Mirabellplatz war ein langgestreckter Freiraum, baulich gefasst durch Tore und durch die bis ins 19. Jh vorhandenen Hofstallungen getrennt vom Bereich um die Andräkirche. Bis ins 20. Jh ähnelt er einem breiten, baumbestandenen Boulevard. Diese beiden Gedanken werden aufgegriffen:

Ein langer Pavillon ist als Raumfilter zwischen Mirabell und Andräkirche ausgebildet. Darunter liegt einer der beiden zentralen Zugänge zur Station. Eine neue Reihe aus großkronigen Bäumen in zentraler Achse sorgt zusammen mit den geschützten Rosskastanien und den stattlichen Akazien vor der Geschäftszeile für ein großflächiges Blätterdach. Ein zweiter Pavillon ist an der breiteren Stelle des Platzes platziert. Angesichts des städtebaulichen Umfeldes des Welterbes sind die beiden Elemente formal und konstruktiv reduziert. Die Materialien monolithisch und präzise handwerklich bearbeitet. An den Ort und seine Geschichte angepasst und integrierend weiterentwickelt.

Die Positionierung entspricht den Haltestellenpunkten, die sich bereits über die Jahre bewährt haben. Die Funktionsbereiche sind an der Hauptschnittstelle Schloss, Kirche, Radgarage, Garage (und Schranne) zusammengefasst und sind deshalb auch anderen NutzerInnengruppen zugänglich. Lediglich die direkten Zugänge nahe dem Mozarteum greifen darüber hinaus.

Unterirdisch sorgen Durchblicke für Orientierung (und Sicherheit). Der Raum über dem Bahnsteig öffnet sich nach oben vor allem zu den wichtigen Wegen. Die Verteilerebene verbindet die beiden Zu- und Ausgänge. Alle Nutzflächen sind zentral Richtung Schloss angeordnet, direkt mit der Radgarage und der Pkw Garage verknüpft.

 

September 2021
nicht offener Architekturwettbewerb mit vorgeschaltetem, EU-weitem Bewerbungsverfahren
10 Teilnehmer

in Zusammenarbeit mit Udo Heinrich Architekten, Oliver Gachowetz (3:0 Landschaftsarchitektur) und Robert Mueller (Bartenbach Lichtlabor)
Visualisierung: Schreiner, Kastler 

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